

Die Geschichte hinter „Noch singe ich – Hommage an Mary“
Manche künstlerischen Begegnungen entstehen nicht am Schreibtisch.
Sie wachsen über Jahre. Über Bilder, Stimmen, Kindheitserinnerungen, Bühnenmomente — und manchmal über einen Song, der plötzlich alles miteinander verbindet.
Für Mirko Klos, Autor von LAHNROCK AIRWAYS – Ein Trolly Dolly Musical, war Mary nie einfach nur eine Bühnenfigur. Mary, die legendäre Kunstfigur von Georg Preusse, gehörte zu den großen schillernden Erscheinungen seiner Jugend. Eine Figur zwischen Glamour, Witz, Verletzlichkeit und Haltung. Groß, laut, warm, klug — und immer ein bisschen größer als das Leben.
Mary prägte Mirkos Blick auf Bühne. Auf Verwandlung. Auf die Kraft von Kunstfiguren. Und auch auf die Frage, wie viel Wahrheit manchmal gerade dort entsteht, wo jemand eine Rolle spielt.
Ein Song für Mary
Viele Jahre später gründete Mirko unter seinem Künstlernamen Dada Peng die Initiative Superhelden fliegen vor, die sich für junge sterbende Menschen und ihre Familien einsetzt.
2022 entstand im Rahmen dieser Arbeit die Benefiz-CD „Dada Peng & Friends“. Für dieses Projekt schrieb Mirko einen Song, der eigentlich wie ein persönlicher Brief klang: „Noch singe ich“.
Ein Lied für Mary.
Ein Lied über Bühne, Würde, Erinnerung und das Weitermachen.
Mirko schickte den Song an Georg Preusse.
Und dann passierte etwas, womit niemand wirklich rechnen konnte: Georg sagte zu.
Nach über 15 Jahren ohne Auftritt als Mary entschied er sich, für die Superhelden noch einmal in die Rolle seines Lebens zu schlüpfen.


Gemeinsam produzierten sie den Song und ein Musikvideo. Was als Benefizprojekt begann, wurde zu einem bewegenden Wiedersehen mit einer Ikone.
Das Video zu „Noch singe ich“ ging auf YouTube viral, erreichte über 180.000 Aufrufe und sammelte unzählige Kommentare von Marys Fans — begeistert, dankbar, emotional, oft tief berührt.
Für viele war es mehr als ein Musikvideo. Es war ein Wiedersehen. Ein Abschied. Ein Dankeschön. Und vielleicht auch der Beweis, dass manche Bühnenfiguren nicht verschwinden, nur weil der Vorhang einmal gefallen ist.
Aus dieser Zusammenarbeit entstand eine Freundschaft zwischen Mirko Klos alias Dada Peng und Georg Preusse. Eine Verbindung, die weit über diesen einen Song hinausging.
Von Mary zu Petra
Als Hazy Hartlieb als Regisseur für LAHNROCK AIRWAYS gewonnen wurde und das Libretto las, spürte er an einer entscheidenden Stelle im zweiten Akt: Hier fehlt noch etwas.
Eine Arie für Petra.
Ein Moment, in dem diese Figur nicht mehr nur Teil einer turbulenten Musical-Comedy ist, sondern plötzlich ganz bei sich selbst ankommt.
Hazy sagte zu Mirko sinngemäß:
„Wir brauchen noch eine Arie in Akt 2 für Petra.“
Und Mirko wusste sofort, wohin dieser Moment führen musste.
Zu Mary. Zu „Noch singe ich“. Zu einer Hommage.
Eine Verneigung, keine Kopie
So wurde aus dem Song von 2022 ein neuer musikalischer Moment in LAHNROCK AIRWAYS.
„Noch singe ich – Hommage an Mary“ ist im Musical keine Kopie und keine ironische Brechung. Es ist eine Verneigung. Eine Erinnerung. Ein emotionaler Ankerpunkt für Petra — gespielt und gesungen von Nadine Kühn.
Petra blickt in diesem Moment zurück auf ihr Leben. Auf die Menschen, die sie geprägt haben. Auf Vorbilder, Sehnsüchte, Brüche und die eigene Kraft, weiterzumachen.
Und plötzlich wird Mary Teil der Welt von LAHNROCK AIRWAYS.
Nicht als nostalgisches Zitat. Sondern als künstlerische Herkunft. Als Haltung. Als Stimme, die weiterwirkt.



